Heimat

Es klingt das Land, aus dem ich kam,

noch heute in mir fort. -

Es gab mir alles, was ich bin,

prägte mein Tun, mein Wort.


Und meine Wurzeln zieh‘n noch immer

von dorther meine Kraft.

Vertreibung, die doch nie und nimmer

endgültige Trennung schafft.


Denn die Gedanken suchen ständig

den weiten Weg nach Haus;

im Land, das mich geboren hat,

geh ich noch ein und aus.


Das Herz ist noch von Heimweh schwer -

was ich auch je gekannt,

verdrängt niemals mein Bild von Dir,

mein liebes Schlesierland.



Dieses Gedicht stammt von
Liselotte Weske
Aus Band 17 Woas die Stoare pfeifa

2011 Arbeitskreis Archiv für schlesische Mundart